Von sieben Teams platzieren sich fünf bei Heimrallye unter die besten Zwölf. Steirer Peter Hopf wird hinter Gesamtsieger Adam Brezik (CEZ) Zweiter.
Fotos: Daniel Fessl
Bei idealen äußeren Bedingungen und durchaus erträglichen Temperaturen um die dreißig Grad Celsius, wurde heute im oberösterreichischen Schwertberg mit der Mühlstein Rallye, der siebente Lauf zur Austrian Rallye Challenge gestartet.

Für das Team von ZM-Racing bedeutete dieser Einsatz gleichzeitig die Gelegenheit sich bei seiner Heimrallye den vielen Fans und Anhängern demensprechend zu präsentieren, liegt doch der Sitz von ZM-Racing nur dreißig Kilometer vom Startort entfernt.
Mit dabei waren mit Max Zellhofer/ Gerald Winter (SUZUKI SWIFT ZMX) und Christoph Zellhofer/Anna Maria Seidl (Ford Fiesta Rallye2) der Senior und Juniorchef des Autohauses in St. Gorgen im Ybbsfelde, weiters die Steirer Peter Hopf/Stefan Heiland (Ford Fiesta Rally2), die Niederösterreicher Patrick Breiteneder/Reinhold Gass (SUZUKI SWIFT ZMX), der Salzburger Gerold Neumayr mit der in letzter Minute für den etwas maroden Christoph Karl eingesprungenen Melanie Kalinke (Ford Fiesta Rally2), den Niederösterreichern Markus Wurz/Andre Kachel (Ford Fiesta Rally2) sowie den Deutschen Ralf Hillmann/Anna Hinrichs (Ford Fiesta Rally2).

Die Rallye begann für zwei Mannschaften von ZM-Racing nicht gerade so, wie man sich das vorgestellt hat. Sowohl Patrick Breiteneder als auch Markus Wurz hatten auf der ersten Sonderprüfung bereits nach ca. eineinhalb Kilometern einen Reifenschaden und mussten so auf der Prüfung jeweils die kaputten Räder wechseln. Damit fielen sie in der Gesamtwertung zeitmäßig weit zurück. Bei Wurz hatte Co-Pilot Andre Kachel noch mit einem kleinen Schwächeanfall zu kämpfen und verlor somit insgesamt sechs Minuten. Damit fiel er auf den letzten Platz in der Gesamtwertung zurück, konnte sich aber im restlichen Verlauf der Rallye auf Gesamtrang 48 nach vor kämpfen.
An der Spitze zeigte der Gast aus Tschechien Adam Brezik auf seinem Skoda Fabia RS Rally2, dass gegen ihn kein Kraut gewachsen war. Er holte sich auf den sieben Sonderprüfungen alle Bestzeiten und gewann die Rallye mit einem Vorsprung von 2,52 Minuten vor dem steirischen ZM-Racing Piloten Peter Hopf (Ford Fiesta Rally2), der mit so einem positiven Ergebnis gar nicht gerechnet hat:“Ein fünfter Platz wäre für mich schon ein Erfolg gewesen, Platz Zwei ist ein Traum. Wir haben unseren Schrieb verbessert, das hat hier sicherlich Früchte getragen. Nach fünf Rallyes ist es uns gelungen, sich mit dem neuen Auto immer weiter zu steigern, jetzt gehen wir mit dieser Formverbesserung gerne zum Saisonfinale bei der OBM Land der 1000 Hügel Rallye Ende August“.

Nicht ganz belohnt wurden diesmal die großartigen Leistungen von Christoph Zellhofer und Vater Max Zellhofer. Christoph lag bis zur vorletzten Prüfung hinter dem späteren Sieger Brezik an zweiter Stelle hatte aber ein gröberes Missgeschick, das ihn nur in der Endabrechnung den 7. Gesamtrang und zweiten Platz in der ART (Austrian Rallye
Trophy) brachte:“ Ich vermute wir haben uns hinten auf einem spitzen Schotterstein einen Patschen eingefahren, mussten das Rad auf der Prüfung wechseln und sind so entscheidend zurückgefallen. Der Zeitverlust betrug leider drei Minuten. Wir waren gut unterwegs, schade“.
Keinen Reifenschaden, aber ein Problem mit der Benzinpumpe hatte Max Zellhofer der bis dahin einen sensationellen vierten Gesamtrang halten konnte.“ Wir hatten fast keinen Benzindruck mehr, statt fünf bar waren es nur mehr 1,5 bar damit haben wir leider viel Zeit verloren. Ich konnte nur mehr langsam ins Ziel rollen, jetzt versuchen wir mit einer zweiten Benzinpumpe, die sich im Tank befindet, die letzte Prüfung halbwegs gut zu überstehen, weil reparabel ist dieser Schaden während der Rallye nicht.“ Somit belegte Max Zellhofer in der Endabrechnung Platz Sechs und holte sich bei der ARC-Wertung für Produktionsfahrzeuge den verdienten Sieg.

Nach sechs von sieben Sonderprüfungen lagen der Salzburger Gerold Neumayr und der Deutsche Ralf Hillmann im Bereich der besten zehn Piloten in der Gesamtwertung. Hier ging es auf der letzten Prüfung aber sehr knapp mit der Konkurrenz zu, die ZM-Piloten belegten im Schlussresultat die Plätze 11 und 12. Beide Mannschaften waren aber mit ihren persönlichen Leistungen und mit dem guten Service vom ZM-Racing Team sehr zufrieden.
Leider erwischte es auf der sechsten Sonderprüfung den sehr motivierten Amstettner Patrick Breiteneder, der schon am Beginn der Rallye mit einem Reifenschaden Pech hatte, ein zweites Mal, er rutschte mit hoher Geschwindigkeit in einen Garten, wobei der Wagen etwas beschädigt wurde, ein Weiterfahren aber nicht möglich war.

Trotzdem durfte man im Lager von ZM-Racing bei ihrer Heimrallye halbwegs zufrieden sein, wie Herbert Kreillechner und Technikchef Alex Köck feststellten:“ Fünf von sieben gestarteten Autos innerhalb der besten zwölf Autos in der Endabrechnung zu haben, ist sicher ein Erfolg, der für die Mannschaft von ZM-Racing spricht.“

Jetzt geht es Ende August zum Saisonfinale in der TEC7 ORM nach Krumbach, wo ZM-Racing die Möglichkeit hat, drei Titel zu gewinnen.
Sportpressedienst
Armin Holenia
Wolfgang Nowak |