Hermann Neubauer/Ursula Gassner holen auf Toyota Yaris Rally2 ORM-Titel. Christoph Zellhofer/Anna Maria Seidl auf SUZUKI werden ORM2 Staatsmeister. Schon vor dem Finale stand ZM-Racing als Sieger der Teamwertung fest.
Fotos: Daniel Fessl
Dieses Wochenende brachte für ZM-Racing den bisher größten Erfolg in der 20-jährigen Geschichte dieses Rennstalles, der sich mit Rundstreckensport und hauptsächlich mit Rallyesport beschäftigt hat.
Beim Finale der heimischen Rallyemeisterschaft, der OBM Land der 1000 Hügel Rallye mit Start- und Ziel im niederösterreichischen Krumbach gingen drei Mannschaften unter dem Bewerber ZM-Racing an den Start.
Dies waren in der ORM der Salzburger Hermann Neubauer mit der in Deutschland verheirateten Ursula Gassner auf einem Toyota GR Yaris Rally2, der Steirer Peter Hopf mit Stefan Heiland auf einem Ford Fiesta Rally2 und in der ORM2 Christoph Zellhofer mit seiner deutschen Beifahrerin Anna Maria Seidl auf einem SUZUKI SWIFT ZMX.

Die Ausgangssituation vor dem Finale in Krumbach war so, dass Hermann Neubauer in der TEC7-ORM vor dem Oberösterreicher Michael Lengauer und dem Titelverteidiger Simon Wagner in Führung lag. Ihm genügte schon ein zweiter Platz um sich im Finale bereits zum dritten Mal nach 2016 und 2019 den Titel eines österreichischen Rallye-Staatsmeister zu sichern. In der ORM2 lag Christoph Zellhofer ebenfalls an der Spitze der Wertung, dies vor dem Steirer Günter Knobloch. Auch hier genügte ein zweiter Platz für Zellhofer, um sich zum ersten Mal den Titel eines Rallye-Staatsmeisters zu sichern.
Nach zwei anstrengenden und spannenden Rallyetagen gewann Hermann Neubauer die Gesamtwertung.vor Lokalmatador Luca Waldherr.und Altmeister Raimund Baumschlager. Er stand somit als Staatsmeister 2026 fest. Drei Prüfungen vor dem Ende war Simon Wagner noch der Leader, der Oberösterreicher vergab aber die Chance durch einen Ausritt auf der Sonderprüfung 11, Pech hatte auch Michael Lengauer er schied durch einen Felgenbruch auf der letzten Sonderprüfung aus. Ähnlich war die Situation bei Christoph Zellhofer in der ORM2. Hier siegte zwar Günter Knobloch, aber Zellhofer konnte sich mit einer fehlerfreien und taktischen Fahrt mit Platz 2 in der ORM2 und einem sechsten Platz in der Gesamtwertung sich ebenfalls den Staatsmeistertitel sichern.
Etwas Pech hatte Peter Hopf. Der Steirer der am ersten Tag in der Rallye gut unterwegs war, erlitt schon auf der ersten Sonderprüfung an seinem Ford Fiesta Rally2 einen Differenzialschaden, wobei ein abgetrenntes Teil auch den Kühlerschlauch beschädigte. Die Folge war leider die Aufgabe und eine halbe Nacht für die Mechaniker, um den Wagen wieder für Samstag einsatzfähig zu machen:
“Sehr schade, wir waren bis zum Zeitpunkt unseres Ausfalles sehr gut unterwegs und durften auf Plätze unter den ersten Zehn rechnen. Dies haben wir am 2. Tag zu Testzwecken dann kräftig nachgeholt. Die Strafzeit für die am ersten Tag nicht gefahrenen Sonderprüfungen betrug 25 Minuten, daher hatten wir keine Chance in der Gesamtwertung,“ erklärte ein etwas enttäuschter Peter Hopf.
Erwähnenswert ist natürlich auch die Tatsache, dass sowohl Ursula Gassner als Co-Pilotin bei Hermann Neubauer und auch Anna Maria Seidl bei Christoph Zellhofer sich, sowie ihre beiden Piloten, den Staatsmeister-Titel sichern konnten.

Hermann Neubauer:“ Die ersten beiden Male wo ich den Titel gewonnen habe, waren zwar aufregend, aber nicht so emotional wie dieses Mal. Der Kampf gegen Lengauer und Simon Wagner war sehr schwierig und hat uns alle gefordert. Es tut mir leid für die Beiden, dass Sie vorzeitig ausgeschieden sind, ich hätte gerne anders gewonnen. Es war schwierig dem Druck standzuhalten aber alle um mich, meine Familie, Ursel als Beifahrerin und unser ganzes ZM-Racing Team sind hinter uns gestanden und haben so viel dazu beigetragen, dass wir die Rallye gewonnen haben. Trotzdem der Druck war immer da, aber wir haben trotzdem nicht die Nerven verloren.“
Christoph Zellhofer:“ Ich bin wirklich froh, dass wir die Saion so gut abschließen konnten. Dieser Erfolg gebührt nicht nur uns, sondern der ganzen Mannschaft von ZM-Racing die dahintersteht. Was die Nervenstärke bei so einem Finale betrifft, habe ich vor dem Start geglaubt, dass ich ganz locker sein werde. Aber im Verlaufe der Rallye habe ich schon gemerkt, dass diese Lockerheit nicht mehr ganz vorhanden war. Dies vor allem bei Kurven wo man sonst voll durchziehen kann, da ist man schon etwas angespannt. Ich bin froh, dass wir dieses Finale gut hinübergebracht haben.“
Teamchef Max Zellhofer hatte zwei anstrengende Rallyetage hinter sich:“ Ich muss sagen, diese Tage waren nichts für schwache Nerven. Doch unsere Mannschaften haben die nervliche Belastung blendend gemeistert und ich muss sowohl Hermann Neubauer und Ursula als auch meinem Sohn Christoph und Anna Maria für ihre tollen Leistungen danken. Das gilt aber auch für unsere ganze Mannschaft bei ZM-Racing die mit vollem Einsatz die ganze Saison unterwegs war. Die Freude über alle Erfolge ist groß, jetzt gilt es auch dementsprechend zu feiern.“
Sportpressedienst
Armin Holenia
Wolfgang Nowak |